Wie sozial ist das Internet?

Der Aufbau von Social Networks, wie er in unserem Kurs „Informations – und Kommunikationstechnologien“ vorgeschlagen wird, ist zumindest was das schulische Lernen betrifft sicherlich von Vorteil. Der Austausch von fachspezifischen Informationen und Live-Diskussionen via Chat-Optionen sind ein Weg sich außerhalb des Klassenzimmers mit der Schule auseinander zu setzen.

Im Jahre 2009 neu gegründete Begriff „Webciety“ beschreibt diese Art von Verknüpfung sozialer Kontakte via Web 2.0 wohl am besten. Dabei beschränkt sich die Definition dieses Begriffes nicht nur auf „Social Networks“, wie wir sie in unserem Kurs kennengelernt haben. Das Phänomen der sozialen Interaktion via Computer nimmt im Alltagsleben aller Internetuser immer größere Ausmaße an.

Ob Studivz. Twitter, Facebook oder Chatrooms jeglicher Art, das Angebot, bei dem man im Internet neue Leute kennenlernen und sich über Interessengebiete aller Art austauschen kann wächst zunehmend. Dabei bleibt es nicht aus sich zu präsentieren, darzustellen und gegebenenfalls neu zu definieren. Ein extreme Form der Eigendatstellung mittels eines Alter Ego sind Onlinespiele wie „World of Warcraft„. Bei diesen Online-Spiel taucht man, mit Hilfe eines eigen kreierten Charakters in eine Fantasy-Welt ein, in der es gilt Abenteuer zu bestehen und Aufgaben zu lösen. Diese Form der Präsentation ist für viele Spieler nicht nur eine Art seine unausgelebten Seiten zu präsentiern, sondern ist für einige der Spieler ein Weg der Realität zumindest temporär zu entfliehen. Es gibt diverse Bericht, denen zufolge reale soziale Kontakte bei Onlinespiele-Spielern zunehmend leiden. Diese Bericht lassen die Frage aufkommen, wie sozial das moderne Internet wirklich ist.

Ein weiterer Punkt, den ich als negativ einschätze ist die Preisgabe persönlicher Daten und das bewußte Zurschaustellen seiner Intimssphäre. Schaut man sich diverse Profile von facebook- oder studivz -Usern an, so fällt auf, dass von persönlichen Daten bis hin zu Privatfotos alles zu finden ist. Diese Art der virtuellen Selbstdarstellung ist an sich nicht verwerflich. Jedoch ist die Tatsache, dass diese Daten ungefiltert auf der ganzen Welt zugreifbar sind, fragwürdig. So kann sich beispielsweise ein  Arbeitgeber detailierte Auskünfte über potentielle Arbeitnehmer einholen, sofern dieser ein Profil auf den bekannten Websites hat.

Und gerade als (angehende) Lehrer,  die eine nicht unerhebliche Vorbildfunktion einnehmen, ist es umso wichtiger den zu Zugang zu eigenen Daten und Bildern zu unterbinden. Waren wir doch alle in unserer Studienzeit nicht immer so vorbildlich bezüglich unserer Wochenendgestaltung,  wie wir heute das sind =)

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Eine Antwort

  1. Danke für deinen kritischen Beitrag. Ich bin ebenso der Meinung, dass Online-Sozialisierung sowohl Vorteile, aber auch gravierende Nachteile haben kann.
    Social Networks können helfen, wenn via Internet Lernplattformen erstellt werden und sich die Lernenden online über Lerninhalte und -themen austauschen können.
    Eine Gefahr sehe ich in allen privaten Online-Foren, wie Facebook etc. in denen sich die User mit ihren zahlreichen Freunden brüsten und im schlimmsten Falle sich selbst darüber definieren, wieviele „Freunde“ sie haben. Ich sehe die Gefahr darin, so wie du angesprochen hast, dass reale soziale Kontakte und Beziehungen unter diesen Foren zunehmend leiden.

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